Lauscha Glasperlendesigntage

ich hinke ziemlich hinterher mit dem bloggen….jedes Jahr denke ich aufs Neue: die ersten 3 Monate sind ja keine Märkte, da hab ich dann Zeit für die Steuer und das Bloggen und alles aufräumen und und….und wieder fällt, wie jedes Jahr, so manches hinten runter….
Dar erste Highlight des Jahres ist für mich jetzt schon das 4. Mal, die Glasdesigntage in Lauscha.
das sind 2 Tage im Paradies mit Gleichgesinnten. Nach wie vor bin ich davon überzeugt, daß Perlenmacher eine eigene Spezies sind, und sie werden es nicht müde, sich stunden-bzw tagelang über Glas im allgemeinen und Farben und Beschaffenheit im Besonderen auszutauschen, sich gegenseitig ihre Techniken zu zeigen, sich im Lager zu verlieren mit glasigen Augen und kiloweise Beute machen…
Wenn ICH am Ende die Beute rausschleppe, kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, noch ein bißchen verrückter als die meisten anderen zu sein, zumindest bin ich die einzige, die dreimal laufen muß, bis alles im Auto verstaut ist…Aber es ist ja nicht ALLES für mich, ein paar Kilochen sind auch für die armen daheimgebliebenen Perlies, denn nur an diesen Tagen kann man A: völlig frei herumlaufen im Lager, nach Lust und Laune heraussammeln, wie viel man auch von welcher Farbe haben will, und B: die Preise sind an diesen Tagen günstiger .
Und alle Farben kann man direkt vor Ort ausprobieren, am dicken fetten Arnie ( für Nichtperler: Ein besonders großer Brenner- das ist wie mit dem 7 Tonner mal eben zum Einkaufen gedüst- Ruckzuck ist das Perlchen fertig…)
Und diesmal wurde ich sogar eingeladen, vorzuführen…“ namhafte Perlendesigner führen ihr Können vor“….uih uih da stand dann Ree Mack neben Koryphäen wie Dorry Spoo und Silke Gröber…..eine ältere Dame, der ich meine Visitenkarte gab, meinte auch tatsächlich: Sie kennt man aber noch nicht, oder?…und ich: noch nicht alle kennen mich, aber BALD…..
Ich habe dann das vorgeführt, was ich am allerbesten kann…mit Scherben spielen. Dafür bin ich mit Rene Seifferth, einem engagierten Mitarbeiter,“ einem, der die Seele der Perlenmacher verstehen kann“…durch die Produktionshallen gelaufen, und wir haben die Abfalltonnen nach Schätzen wie zerbrochenen Rosenkugeln abgesucht. Und dabei wurde ich Zeuge der Produktion zylindrisch- schlichter Vasen in diesem waaahninnigen türkis!
Rene klärte mich auf, dass es Polizeileuchten sind….und ich durfte ein paar Testbrocken von einem riesigen Haufen auf dem Betonboden raussuchen…wenn es kompatibel ist mit anderen Gläsern, wird es gezogen für uns….Polizeisirenentürkis! je nachdem, von welcher Seite man es anschaut, ist es mal blau und mal grün….hach, schwelg, ich hoffe, die ziehn das wirklich….
Und am nächsten Tag hab ich dann Mutperlen vorgeführt.. der diesjährige Wettbewerb zielte ja darauf hin….in Deutschland, in dem Fall Jena, scheint es Ambitionen zu geben, das Mutperlenprojekt auch dort zu etablieren…
Und viel gelernt hab ich auch wieder. Von Silke lernte ich Wigwag ziehen ..( für Nichtperler: sieht aus wie eine Mischung aus Zuckerstange und Zauberstab….oder wenn man es noch nicht so gut kann, wie ein Wurzelbrot in ganz bunt für Zwerge)
Generell ist das für mich immer noch so, dass ich bei all dieser Vielfalt ein bisschen so werde wie ein Kind, das zum ersten Mal im Sichtfensterkinderwagen durch einen Jahrmarkt geschoben wird…ich wil alles auf einmal sehen, anfassen, ausprobieren, hier gucken, da gucken…mit fast 55 Jahren erlebe ich somit immer noch diese Momente kindlicher Begeisterung bis hin zum Overkill, zur Reizüberflutung.
Und die Abende haben wir natürlich zusammen verbracht, einen im legendären Gollo..womöglich eh die einzige Lokalität, die da abends noch auf hat, wo jeder auf die Tische knöchelt, wenn er kommt oder geht, wo sich die Bevölkerung Lauschas, die Touris und die Perlenmacher feuchtfröhlich durchmischen….das mit dem Tischklopfen sind die Einheimischen, glaube ich….
und der zweite Abend im Hotel der Glashüttenbesitzerin, wo es ein mehrgängiges Dinner gab zum Thema Perlen und Kunst und Thüringen…soviel Geld habe ich zwar noch nie für Essen ausgegeben ( zum Glück hab ich nicht vorher geschaut)…aber es war lustig und im Knödel war ein Glastierchen ( man wies uns vorher darauf hin) und den Grappa gabs aus ner Weihnachtskugel mit Hals, beides durfte mitgenommen werden..und so hab ich auch den zweiten Abend unter Gleichgesinnten sehr genossen.
Und dann wieder auf die Couch nach Ernsttal zu meinem Glasbläserfreund Enrico mit Schmusebull Missi, die unbedingt mit aufs Sofa wollte….

Weihnachtsmarkt 2014

jetzt komme ich endlich mal wieder zum aktualisieren, am1. Januar 2015….
Eh man sich`s versieht, ist es schon wieder soweit, die Hütte wird, mitsamt der darin lebenden Spitzmäuse, asiatischen Marienkäfern und Pfauenaugen, die da eigentlich überwintern wollten, auf den Hänger verladen und nach Potsdam in die Fußgängerzone bewegt…mir graust es schon Wochen davor vor diesem Tag. Es dauert Stunden, bis das ganze Riesending sicher angegurtet ist, und zum Glück waren uns die Wettergötter hold und verschonten uns mit Eis und Schnee.
Wie letztes Jahr war die eine Hälfte der Hütte mit Keramik bestückt, die andere Hälfte mit meinem geliebten Glas.
Und besonders gefreut hat es mich, dass die Kunden den Früchten meiner Leidenschaft gerne mit nach Hause nahmen- nur Ketten verkaufen sich im Winter nicht so gut, die Leute mögen bei der Kälte nicht den Hals entblößen und sich aufgefädelte Eisbröckchen um den Hals hängen….
Zwischendurch war ich dank der Hilfe meiner Freunde sogar mal eben kurz in Dublin, um meinen am 28. 11. geborenen ersten Enkel Paul zu begrüßen…
Und mitten in dem ganzen Trubel gab es ein paar kostbare Tage der Entschleunigung, in denen ich fast nichts tat, ausser diesem flauschigen kleinen Kerl als Matratze für sein Schläfchen zu dienen..leider musste ich nach 4 wunderbaren Tagen wieder zurück zum Dienst…..

Wertheim 12014

Mein drittes Mal Wertheim, aber mein erstes mal mit eigenem Stand und Vorführung!
Im Vorfeld mußte für alles Zeit her, und ich wollte doch alles vom Feinsten, schließlich hat es sich ein bißchen so angefühlt, als darf ich zum ersten Mal so richtig mit den Großen spielen!
Doch da war meine Dauerbaustelle blaues Haus, die Töpferei…und wenn der Lieblingsmann mal wieder für 2 Tage hier eintrudelte, wollten wir natürlich auch ein paar Stunden Zeit verbringen, und da er nicht mit in die Perlerei wollte ( er hatte auch manchmal sein Essen mit dahin genommen, damit er mich überhaupt noch zu Gesicht bekam des abends)…grilen statt perlen..
Die letzten 3 Tage haben Becci und ich aber durchgeperlt und uns und das Haus ordentlich verlottern lassen.
Nachdem der Lieblingsmann nicht mitkonnte, habe ich Becci eingeladen, die derzeit bei uns logiert und überall mithilft, und jeden Morgen meine Perlenkanäle putzt…und hochgradig infiziert ist mit dem Perlenvirus.
nach etlichen recht kurzen Nächten also Donnerstags den Batuffolo eingespannt und los geht die Reise, auf den Campingplatz diesmal, für im Auto schlafen am Strassenrand bin ich inzwischen einfach zu alt…
And the Party begins….
Für Außenstehende kaum beschreibbar…Perlenmacher sind definitiv eine eigene Spezies , und davon gibt es alljährlich in Wertheim eine große Anhäufung. Erkennungszeichen:Glänzende Augen, eigene Sprache….wenn wir von Psyche oder Heffalump oder diesem Hammer- Orange sprechen, und dabei wirken, als seien wir irgendwie auf Droge, oder mindestens schwer verliebt, dann handelt es sich um unseren großen gemeinsamen Nenner, ads Glas, und mich beidruckt jedes mal, wie schnell wir uns auch in den Armen liegen wie Verwandte, die sich lange nicht gesehen haben….privat wissen wir wenig voneinander……aber wir teilen die Obsession, das verbindet.
Und am Freitag um 11 begann also das große Perlenfest.
Vorführungen vom Feinsten, jede Menge Fachgespräche, Beutezug durchs Händlerzelt, gegenseitiges beutezeigen..und abends war ich erstmals auf der Mitgliederversammlung des Glasperlenvereins…Sitzungen sind ja so gar nicht meins, früher hab ich wenigstens noch Socken gestrickt nebenher…zwischendurch lerne ich Dietmar kennen, das wandelnde Lexikon , der im Hintergrund aus Paketbändern Fröbelsterne bastelt…
Später, auf dem Campingplatz, stellen wir fest, daß aich in unserem Flecken leuter perlies aufgebaut haben, ohne daß wir es wussten voneinander, und so wurde bei krauser Glucke ( ein Mitreisender mann war Pilzesammeln..) und reichlich Rotwein weitergeschwärmt.
Nein, ich bin gar nicht nervös…ich muß immer viermal auf die Toilette morgends….
Und dann begann für mich das Marktgeschehen, ein 1 Meter 70 Tisch in weiß und supertolle Nachbarn…..
Und eine völlig neue Erfahrung für mich: Nicht EINER, der an den Stand kommt und meckert, das sei aber teuer, oder frägt, wo denn das hergestellt würde, Anerkennung für meine Arbeit, INTERESSE…hach war das schön!
Und Perlies, die sich für meine Altglastechniken interessiert haben..ich hatte ja schon Sorge, dass alle das schon einmal gemacht haben und sie das eher langweilt….
Und dann hatte ich noch Familienbesuch von Eltern und Geschwistern, das hat mich riesig gefreut ( Schwestern und Mama haben auch geshoppt bei meinen lieben Standnachbarn, und meinen Papa konnte ich mit den Murmeln von Elias begeistern, da hat er lange hineingeschaut in diese wunderbaren Glitzernden Wirbel…und dank Becci konnten wir sogar zusammen essen gehen, die ganze Familie, was, wie wir feststellten, seit jahrzehnten nicht mehr vorgekommen ist, so nur wir, ohne andere Verwandschaft..

Und abends dann in der Pizzeria mit ca 40 anderen perlies, wir haben geswapt und mit Tacshenlampen >Perlen geschaut und uns prächtig amüsiert..
Sonntag morgen dann ( ich hatte schon meine viermal…) als erstes meine Vorführung..und alle Stühle waren besetzt!
Ich hatte die Ehre eines Scorpions, der für mich brannte, ein Brenner mit ordentlich Streuwärme, so daß ich das Publikum nicht einmal mit Scherben beschossen habe..ich dachte ja, das Ganze ist in 7 Minuten erklärt, habe es aber dennoch auf ca 35 Minuten gebracht, und am Ende waren die Plätze immer noch alle besetzt, und dann kamen viele an den Stand und haben noch nachgefragt..
Ree ganz arg glücklich!
Fazit: Ich habe kostedeckend verkauft, viel getauscht, mich pleite geshoppt, vieeeel gelernt..
und ich werde es wieder tun, wenn ich darf..
Danke an den Glasperlenverein und seine Möglichkeiten!

Folklorum!

Alle Jahre wieder. am jeweils ersten Septemberwochenende. ziehe ich mit Lieblingsmann samt Kerzenrestefressern, meinen Tassen, dem Glasequipement und meinem kleinen Batuffolo ( Wohnwägelchen) zum Folklorum auf der Kulturinsel Einsiedel.
Das Konzept wurde etwas verändert, statt Ländermotto gab es jetzt die turisedischen Festspiele..als Standler hab ich da aber keinen allzugroßen Unterschied feststellen können….
Es war Kaiserwetter, super Stimmung, und der Umsatz war auch okay.
Ich hab vor Ort auch geperlt, und irgendwann auch ein bisschen geworkshoped….vorwiegend mit männlichen Teenies….zwei Elternpaare werden ihren Jungs jetzt ein Starterset zu Weihnachten schenken müssen.
Einfach schöne Stände, viel Kunsthandwerk..und obwohl meine polnische Perlkollegin ihre Ohrringe für ein Drittel meines Preises verkauft hat, kamen meine auch an so manches Ohr….
Generell merkt man schon, da sind mehr Menschen mit weniger Geld, aber mit gutem Geschmack und Sinn fürs Handwerk unterwegs…der 10.- Tassenhaufen, den wir auf der Freifläche ausgebreitet haben, kam mächtig gut an…
gute Musik gabs auch, für uns halt duale beschallung von 2 Bühnen…
alles in allem 4 wunderbare Tage in buntem ( Kultur) inseltreiben

Tollwood is over

Auch dieses jahr war ich wieder einen ganzen Monat lang in München auf dem legendären Tollwood- Festival- zzsammen mit Leon& Leona Kerzenrestefresser und Keramikblüten.
da hatten wir sozusagen die 8 Meter Shoppingmeile, ich selber war mit meiner Perlerei auf 2,5 Metern vertreten.
Es war nicht ganz so leicht wie die Jahre davor- zuerst hatten wir die WM, da kamen die leute eher zum Fussballgucken als zum schlendern und shoppen, und die Nichtfussballfans blieben lieber weg, denn man konnte dem ganzen schlecht entrinnen- es wurde per Lautsprecher noch in wirklich jeden Winkel übertragen, inclusive der Werbung dazwischen…was die meisten gefreut haben dürfte, ich selber hatte das Gefühl, die Einzige zu sein, der das ganze Fussballgedöns eher auf den Senkel geht.
Dennoch liess ich mich breitschlagen, zu den letzten Spielen ein paar schwarzrotgoldene Perlen zu drehn, die waren auch gleich verkauft.
Und dann das Wetter…München, my love, du bist heiß und feucht, meistens entweder das eine oder das andere, und das extrem. Während ich hier im furztrockenen Bad Belzig eine Giesskraft engagieren mußte, stellten wir in München Wassereimer hinter den Stand, und jeder hatte die Beine drin, oder einen Kübel auf den Weg, Fußbad für Kunden und Passanten…..oder wir hatten die 3 Quietscheenten am Start, die im gigantischen Stausee vor unserem Stand ihre Runden drehten- ein gigantisches wassserloch, an das auch die rosaroten Plastikschafe vom Südafrikaner sich gerne zum saufen gesellten. Leider mußten wir die ersten beiden Quietschies dann vermisst melden, sie wurden entführt, und die Auswechselenten hatten Schräglage.
( Merke: Die cool designten Enten vonm Stand kosten 5.- und sind Nichtschwimmer, die vom Drogeriemarkt für 2.- sind schlicht, gelb und top Schwimmer)
Wir hatten also unseren Spaß…
Und eine wunderbare temporäre kleine Standler- Community. Da wurde als erstes morgends der liebe Frankie mit dem Buddha- tattoo auf dem Bauch (vor Standöffnung meist mit nacktem Oberkörper) gedrückt, man tauschte Milchschäumer und Espressokannen, und dann genossen wir alle unser tägliches Ingwereis…die süße Eismarie hat uns die Kugel immer extra groß gemacht. ( ich hab nichtmal zugenommen in den Wochen, das Eis war so scharf, das hat die Kalorien gleich mal weggebrannt, glaube ich)
Dann war die WM vorbei und der Umsatz wurde besser. Ich habe mittlerweile Stammkunden, die jedes Jahr ne neue Kette kaufen..eine konnte sich nicht zwischen dreien entscheiden und nahm sie dann einfach alle.
Wenn nichts los war, konnte ich perlen, soviel ich wollte, das war toll. ich hatte ja den Arbeitsplatz mit.
Manchmal standen Kunden davor und schauten zu. Und eine fragte tatsächlich, nachdem sie mir garantiert 20 Minuten in die Flamme geschaut hat: Und wo werden die Perlen gemacht? Vermutlich habe ich sie hypnotisiert.
Am vorletzten Tag war dann tragischerweise die Espressokanne geklaut. den teuren Milchschäumer haben die Diebe dagelassen, die noble Kapselmaschine auch( vermutlich wußten die Diebe, dass die Kapseln sauteuer sind, wir hatten auch keine mehr). DAS fand ich richtig mies.
ich hatte viel leben Besuch, von diversen Perlies, von meiner großen Tochter, und von meinen beiden tollen Schwestern, mit denen gabs ordentlich Weissweinschorle mit Eiswürfeln drin…und ein schwesterliches Sleep-in im kleinen Wohnwagen.
Fazit: ich werde wohl nächstes Jahr wiederkommen.
Weils halt doch so schön war..und sich vielleicht noch steigern lässt

Holz trifft Glas

Zusammen mit meiner Freundin Manou ( Suka Hati) habe ich Holzteile entworfen, die sie auf Bali machen lässt.Diese Kreationen vervollständige ich mit Glas..ich liebe die Wirkung mit Holz und Glas, und es macht großen Spaß, damit herumzuexperimentieren…Hier mal erste resultate

Wenn ich lerne….

Es war schon in der Schule so: Sollte ich etwas malen, das etwas BESTIMMTES darstellen sollte, hab ich völlig versagt, und nur Menschen mit ebenso viel Fantasie wie ich konnten vielleicht erahnen, was ich gemeint haben könnte.
Beim Perlenwickeln ist es ähnlich.
Ich versuche, etwas nach Anleitung zu machen..und mit viel Fantasie kann man erahnen, was ich gemeint haben könnte.
So lese ich bei Grasgruen- einer Perlkollegin, wie man Murmelperlen macht. Sie hat freundlicherweise ein Tutorial auf ihren Blog gestellt.
Ganz einfach sieht es aus..mhm.

Hier meine ersten 3 Exponate. das üben wir noch.

Dafür mag ich meine “ reetro“- Kette sehr.

Ich muss immer wieder was machen, das ich KANN.
Auf den Markt nehm ich natürlich nur mit, was mir wirklich gelingt, hier dagegen zeige ich Werdegang und Misserfolge..vielleicht auch, um andere zu ermutigen. es geht auch ohne Talent. dauert halt länger.
Perlstunden sind kostbare Sternstunden, immer noch, auch im 3. Jahr.
Meine Sommerperlerei ist seit einigen tagen in Betrieb, und endlich ist auch die Absaugung installiert.
Aussen noch Baustelle, ich will sa noch mit einem Pavillon erweitern und draussen noch nen 2. Arbeitsplatz einrichten.

Glasdesigntage Lauscha

Das waren wieder 2 Tage pures Glück, eintauchen in mein liebstes Element, Glas, Glas und nochmal Glas, lernen, staunen, Beute machen, neue perlis kennenlernen, schwärmen und schwelgen.
Eine große herausforderung war, dass immer 2 bis 4 Leute gleichzeitig was spannendes vorführen, und so musste ich permanent entscheiden, ob ich jetzt der Entstehung einer Riesenmurmel mit Implosion von Charly, dem gefüllten Ringtop von Dorry oder der Murmelperle von Stefanie beiwohne, und dann kommt Jürgen und zaubert eine blaue Göttin, die dann noch in den Dreck fällt unddadurch am Bauch eine ganz spezielle Patina erhält, die danach viele für Absicht halten…
ja, und am Big Arnie durfte ich auch mal wieder sitzen und zwei perlen drehn für die längste Kette der Welt, die irgendwann ins Guinessbuch soll.
Ja, und wire ich da so sitze und auch mal in den Genuss komme, den Bobcat zu feuern, da ist Frau Großkotz in mir etwas übermütig, die will ja immer bei den Großen mitspielen..und wie sie da so versonnen vor sich hinkurbelt, kommt Peter von der Glashütte, der die tollen Flaschenteufel dreht….und hat die Idee, jeder Perlenkünstler, der dort was fabriziert hat, soll doch eine Perle kennzeivchnen von sich,die kommt dann mit namen in die Vitrine.
Frau Großkotz lässt sich nichts anmerken und es ganz souverän angehn, gerät dann aber mächtig unter Druck, was sich prompt auf die Perle auswirkt, die hält dem wohl nicht stand und platzt erstmal…Kurz vorher habe ich gelernt von Silke: Haltet die Perle mal ganz lange ausserhalb der Flamme, bis ihr DENKT, dass sie platzt..ich habs noch nicht gedacht und war auch nur ganz kurz….heul…so ist das mit den Energien..
Das gute Stück wieder irgendwie zusammengedengelt, am Ende in den Ofen getan, ohne Namensschild.
Ich kurbel noch ne neue, die wird so hässlich, ganz furchtbar.
Und als ich sie dann in den Ofen packe, in Ermangelung eines wasserglases, in die ich sie verschämt hätte versenken können, zack, komt Peter mit gezücktem Etikett und kennzeichnet die Scheusslichkeit, die er ja nicht sehen kann, weil nur der Stiel aus dem Ofen rausguckt…verzweifelt versuche ich, das Etikett wieder abzupulen…Das macht doch nichts, meint freundlich Peter, es muss ja nicht perfekt sein..und das Etikett bleibt dran!
Das gab dann eine schlaflose Nacht, in der ich träume, wei meine Perle in der vitrine prangt, mitten drin, und alle laufen vorbei…ach, Ree Mack, von der hab ich gehört..aber PERLEN kann die nicht!
Ich hab dann rene eine Mail geschrieben, er möge doch warten, damit ich einen vorzeigbare Perle mit lauscha- Glas nachliefern kann…..
Ja, wenn man sich immer so verhält, als würde man dazugehören.das kommt davon. Im Kaufhaus habe ich auch schon so manchen beraten, der mich für eine Verkäuferin hielt, und die Bombe immer erst am Schluss platzen lassen….aber da werde ich auch nicht mit Bild als verkäuferin des Monats ausgestellt….
Um meine Beute ins Auto zu schaffen, musste ich dreimal laufen, ich konnte einfach nicht wiederstehen, und ein paaar Kilo waren ja auch für ne Freundin…
Schön wars…ich geh mal weiterüben.

Frühling in Borne!

Inzwischen ist die Gartenperlerei mit neuer Absauganlage eröffnet- nachdem ich noch einen Nachlass günstig bekommen habe, gibt es sogar einen zweiten Brenner, ein Minor ist jetzt meiner…und der Garten ums blaue Haus ist total verstiefmütterlicht…ich brauche das BUNT!
Am Liebsten würde ich immer nur Perlen drehn..aber zwischendurch muß ich auch in die Töpferei, meine Mitmenschen mit neuen Tassen oder Butterglocken beglücken. Mit den großen Tellern kämpfe ich immer noch..die gibt es dann in kaputt oder in krumm, ab 25 cm jedenfalls.
Aus Glas mache ich derzeit am Liebsten Lichterketten,oder Perlenketten aus Tiffamy- Glasresten, ich liebe es, wenn die Marmorierung auf jeder Perle anders wird.
Morgen gehts nach Lauscha zu den Glasdesigntagen, Fortbildung, Austausch, Beutezug, Kollegen und gleichgesinnte Glasverrückte treffen. Ich freu mich riesig-….

Winter ist angekommen!

Nachdem der Weihnachtsmarkt trotz oder vielleicht wegen den milden Temperaturen recht gut gelaufen ist, gibt es im Januar nun doch noch Winter.
Meine Perlerei habe ich vorübergehend ins noch nicht renovieret Schlafzimmer umgesiedelt, weil es mich dann doch zuviel Überwindung gekostet hat, mich in den Eispalast zu begeben.
Im Ölkeller lagert seit gestern ein Tönnchen Ton, da ist schön warm. Vielleicht sollte ich dort unten eine Scheibe aufstellen.
Aber noch gönne ich mir den Luxus, hauptsächlich Perlen zu drehn, und endlich gibt es auch etwas Zeit, im Haus so langsam alle Kisten auszupacken, die sich noch in den Nebenräumen stapeln, und endlich meine Perlenbücher wiederzufinden….
Die Eisperlen an den Bäumen haben mich inspiriert, gleich meine neue Fotoknipse auszuprobieren, dieses wunderbare Weihnachtsgeschenk, mit dem ich jetzt endlich richtige Makros fotografieren kann.
Canon G12 Powershot heisst das Schätzchen.
Perfekt zum Perlen fotografieren, meine erste Nicht- Spiegelreflex seit frühester Jugend, wo es noch die Ritsch ratsch Klicks gab…